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Erfahrungsbericht / Einsatz in der DRK-Kita Wanna „Landesstraße“

Mein Name ist Merle Albaum.

Im August 2019 habe ich meine Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin begonnen. Mir war es möglich durch den erfolgreichen Abschluss meines Abiturs direkt im zweiten Ausbildungsjahr, als sogenannte „Quereinsteigerin“ zu beginnen. Den theoretischen Teil der Ausbildung absolviere ich an der BBS Cuxhaven.

Da ich in Wanna aufgewachsen bin und lebe, fiel die Wahl der Einrichtung für den praktischen Teil der Ausbildung nicht schwer und ich entschied mich bewusst für die DRK-Kita Wanna „Landesstraße“. Die örtliche Nähe und das einladende Gebäude waren für mich ausschlaggebende Argumente, ab dem Ausbildungsbeginn jeden Donnerstag und später dann auch das Blockpraktikum in der Kita zu absolvieren.

Die ersten Tage in der Kita waren für mich sehr ungewohnt. Ich habe versucht zu schauen, wo ich mich als „Neue“ gut einbringen kann. Es war immerhin ein bestehendes Team aus Kollegen und viele Kinder, die sich bereits kannten. Meine Skepsis zu Beginn des Einsatzes wurde aber gleich für unbegründet erklärt. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und von Beginn an integriert. Die Kinder jedoch waren anfangs eher zurückhaltend und schüchtern mir gegenüber. Sie lernten mich aber schnell kennen und schätzten es, mich als Auszubildende an meinen Praxistagen im Kindergarten als zusätzliche Bezugsperson zu haben. Schnell wurde ich als fester Bestandteil in das Team integriert und dank des wachsenden Vertrauens meiner Kollegen in mich konnte ich Projekte in Begleitung meiner zugeteilten Mentorin bald selbstständig durchführen.

Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Jugendrotkreuz habe ich bereits einige Kompetenzen ausbauen können, die meiner Meinung nach wichtig für das Arbeiten mit Kindern sind. Beispielsweise gehören dazu das Verantwortungsbewusstsein, das Konfliktmanagement, die Belastbarkeit, aber auch die Teamfähigkeit. Herausfordernd für mich war zu Beginn meiner praktischen Arbeit in der Kita allerdings die neue Altersstufe der Kinder, mit der ich im Vorfeld keine Erfahrungen sammeln konnte. Kinder in dem Alter haben andere Bedürfnisse und Interessen, auf die ich aber schnell lernte einzugehen. Hilfreich
dabei war zudem auch der theoretische Unterricht, der uns auf die Arbeit in der Kita vorbereitete und mein umfassendes Verständnis im Umgang mit Kindern in dieser Altersstufe immer mehr bildete. Ich lernte, mich in der Zeit immer aktiver in den Kita-Alltag einzubringen, dazu gehörte besonders das Erarbeiten von Angeboten, wie Basteln, Malen oder Spielen. Diese Angebote erarbeitete ich im Vorfeld und führte sie dann nach Absprache und unter Betreuung meiner Mentorin in der Kita selbstständig durch.

Das Ende meiner Praxiszeit in der DRK-Kita Wanna „Landesstraße“ kam durch die Corona- Pandemie und ihren Auswirkungen abrupt und unerwartet. Dennoch empfand ich rückblickend den praktischen Einsatz als besonders lehrreich. Ich hatte die Möglichkeit, einen Einblick in den Alltag einer Kita zu erhalten, habe sehr warmherzige Kollegen kennenlernen dürfen, die mir in jeder Situation mit Rat und Tat zur Seite standen und konnte vor allem endgültig den Entschluss fassen, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe und nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin im Sommer diesen Jahres, die Ausbildung zur Erzieherin anschließen werde.

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